Kampfsport und Rechtsextremismus - Problem erkannt, Problem gebannt?
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Veranstaltung
Die extreme Rechte rüstet auf. Eine zentrale Rolle spielen hierbei Strukturen und Netzwerke im Kampfsport. Veranstaltungen wie der „Kampf der Nibelungen“ dienen als Knotenpunkte der militanten Neonaziszene in Deutschland und Westeuropa. In viel zu hohem Maße prägen Rechtsextreme darüber hinaus aber auch das Bild und die Atmosphäre zahlreicher kleinerer Kampfsport-Events und Gyms. Obwohl sie sich in der Kampfsportlandschaft insgesamt deutlich in der Minderheit befinden, gelingt es ihnen, hier beachtlichen Einfluss auszuüben. Und sie bringen im Kampfsport erworbene Fähigkeiten bei politischen Ausschreitungen zum Einsatz. Beispielsweise im Rahmen sogenannter „Querdenken“-Demos fielen kampferprobte extreme Rechte durch systematische Gewalttaten gegen Bürger*innen, Journalist*innen und Polizei auf.
Höchste Zeit also für eine Diskussion über Gegenstrategien. Welche Potenziale hat Kampfsport in der pädagogischen Arbeit gegen Rechtsextremismus? Wie kann die Kampfsportlandschaft mittels sinnvoller Präventionsmaß nahmen gestärkt und gegen extrem rechte Einflussnahme geschützt werden? Was sind sinnvolle Ansatzpunkte für den Umgang mit rechtsextremen Kämpfer*innen und für eine klare Positionierung von Gyms und Verbänden? Welche sport- und innenpolitischen Antworten braucht es darüber hinaus?
Darüber und über die Publikumsfragen aus dem Chat wurde am 25. November während unserer Livestream-Veranstaltung diskutiert.
Hier können Sie die Einladung als PDF downloaden.
Programm
Florian Dähne, Friedrich-Ebert-Stiftung
KAMPFSPORT IN DER EXTREMEN
RECHTEN – PRÄVENTION UND
GEGENSTRATEGIEN
Robert Claus, Projekt „VOLLKONTAKT“
Julian Barlen, Generalsekretär der SPD
Mecklenburg-Vorpommern
Martin Barthel, Präsident der German
Amateur MMA Federation
Kathrin Herbst, Deutscher Ju-Jutsu-
Verband e. V.
Enrico Rogge, Streetwork Berlin
MODERATION: Ronny Blaschke
ENDE DER VERANSTALTUNG