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Organisierte Kriminalität im Fokus

Einsichten des Globalen Index der Organisierten Kriminalität für die deutsche Politik

Die Bedrohung von Wirtschaft, Gesellschaft und Rechtstaat durch die Organisierte Kriminalität ist bedenklich. So sorgte sich der damalige Präsident von Interpol, Jürgen Stock, dass die Welt Gefahr laufe, den Kampf gegen die organisierte Kriminalität zu verlieren und dass diese potentiell auch Industrieländer destabilisieren könne.

Gleichzeitig leidet die Diskussion über Organisierte Kriminalität in Deutschland an verschiedenen Problemen. Zunächst einmal können die medial oftmals intensiv diskutierten Hellfelddaten der polizeilichen Kriminalstatistik nur ein unvollständiges Bild des Problems zeichnen. Sie bilden eben nur das ab, was den Ermittlungsbehörden bekannt ist. Das große Dunkelfeld der Organisierten Kriminalität können sie per Definition nicht erfassen. Aber auch verbreitete Stereotypen und Klischees in der Öffentlichkeit einerseits und die übertriebene Fokussierung der politischen Diskussion auf Nebenschauplätze wie die Cannabislegalisierung oder die so genannte Clankriminalität andererseits, führen zu einem Zerrbild der Bedrohung durch Organisierte Kriminalität.

Für ein stimmiges Gesamtbild der Lage braucht es aber einen viel differenzierteren Blick auf dieses Phänomen. Der Globale Index der Organisierten Kriminalität bietet ein solches differenziertes und ganzheitliches Lagebild für Deutschland und viele andere Länder weltweit. Der Autor der FES Analyse, Daniel Brombacher, stellt die Ergebnisse des Indexes aus den Jahren 2021 und 2023 für Deutschland vor und setzt sie in Relation zu den Entwicklungen in Partnerstaaten. Er ergänzt diese Daten um Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen und Diskussionen in Deutschland und identifiziert zentrale Weichenstellungen, die für die nächste Bundesregierungen anstehen.

 

Über den Autor:

Daniel Brombacher ist seit April 2024 Direktor des Europe Observatory of Organized Crime bei der Global Initiative against Transnational Organized Crime. Er ist zeitgleich Gastwissenschaftler in der Stiftung Wissenschaft und Politik und im Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin. Zwischen 2015 und 2024 leitete er das Vorhaben Global Partnership on Drug Policies and Development (GPDPD) bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Er ist Mitglied des Board des Journal of Illicit Economies and Development (JIED) der London School of Economics (LSE). Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu den Themenbereichen organisierte Kriminalität und Drogenökonomien.

Brombacher, Daniel

Organisierte Kriminalität im Fokus

Einsichten des globalen Index der Organisierten Kriminalität für die deutsche Politik
Bonn, 2025

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Abteilung Analyse, Planung und Beratung

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