100 Jahre FES! Mehr erfahren

Ansprechpartner

PD Dr. Stefan Müller

0228 883-8068

Stefan.Mueller(at)fes.de 

Abteilung

Archiv der sozialen Demokratie

 

Proaktive Strukturpolitik für eine sozial gerechte, regionale Transformation


Terminexport im ICS-Format

Wie wird die GRW und das Gesamtdeutsche Fördersystem zum Erfolg? Kooperationsveranstaltung von DGB und FES am 27. Oktober 2022



Stream der Veranstaltung:

 

 

Im Jahre 2019 hat die gemeinsame Kohlekommission für den Wandel in den Braunkohleregionen einige weitreichende Grundsätze für eine Strukturentwicklungsstrategie in den Regionen formuliert, die als Leitlinie für alle zukünftigen Transformationsprozesse gelten können: Strukturentwicklungsprozesse müssen passgenau für die jeweilige Region erfolgen. Sie brauchen Zeit, Planungssicherheit und damit eine mehrjährige, auskömmliche Finanzierung. Sie müssen sozialverträglich und unter Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Sozialpartnern auf der Grundlage  gemeinschaftlicher Entwicklungskonzepte erfolgen. Notwendig sind nicht nur neue hochwertige Arbeitsplätze, sondern auch eine leistungsfähige Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse in den Regionen.  

Einiges davon hat die Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag aufgenommen: „Gleichwertige Lebensverhältnisse sind die Basis für Vertrauen in die Demokratie und halten unser Land zusammen.“ Umgesetzt werden soll dieses Versprechen u. a. durch eine Ausweitung des „Gesamtdeutschen Fördersystems“ sowie Reformansätze bei der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Gleichzeitig werden weitere Reformbedarfe bei der über 50 Jahre alten GRW erkannt: Deren Mittel sollen jährlich erhöht werden, es soll eine erweiterte Infrastrukturförderung geben und ein neuer Fördertatbestand „regionale Daseinsvorsorge“ geprüft werden. Damit erkennt die Koalition an, dass eine gute lokale Daseinsvorsorgeinfrastruktur Basis für attraktive Regionen und erfolgreiche Anpassungsprozesse ist.  

Welche Institutionen und welche Instrumente braucht es nun, um die Reform zu einem Erfolg zu machen? Die Fachtagung möchte mit den beteiligten Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft  notwendige Leitplanken für eine proaktive Strukturpolitik diskutieren, die eine sozial-ökologische und gerechte Transformation ermöglichen.
 

Die Veranstaltung findet am 27. Oktober 2022 von 15.00 bis 17.30 Uhr in Berlin statt, mit

Daniela Kolbe, Stellvertretende Bezirksvorsitzende DGB Sachsen/Stellvertretende Vorsitzende FES,
Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland,
Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Bundesvorstands,
Alexander Schweitzer, Staatsminister im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz, und weiteren Gästen.


Das Programm finden Sie hier (PDF).

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte diesen Link.

Ansprechpartnerin in der FES:
  Vera Gohla

 

Veranstaltung in  Kooperation mit dem DGB


Unterstützt durch

 

 


Neueste Blogbeiträge

Protestieren in der Vereinigungsgesellschaft: Wellen und Deutungen ostdeutscher Arbeitskämpfe der frühen 1990er-Jahre

Demonstrant:innen vor einem BEtriebsgelände halten Protestschilder und eine Fahne der IG Metall

In Ostdeutschland gab es bereits Monate vor der Revolution erste Betriebsproteste. Oft waren es Konflikte um Produktionsfragen, schlechte Arbeitsbedingungen und Lohnungleichheiten – Themen, die in der Bundesrepublik Teil der institutionalisierten Mitbestimmung sind. Das änderte sich mit der Einheit.


weitere Informationen

Protestieren nach 1989: Arbeitskämpfe in Ostdeutschland in den frühen 1990er-Jahren

Arbeiter des Bergwerks mit Helmen und Arbeitskleidung unter Tage

In der ersten Hälfte der 1990er-Jahre kam es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR zu zahlreichen betrieblichen Auseinandersetzungen. Die meisten von ihnen sind heute vergessen. Die Protestereignisse erscheinen jedoch zu Unrecht als Fortsetzung der Revolution von 1989.


weitere Informationen

Glasnegative: Ein Blick in die Vergangenheit

Ein Glasnegativ, das eine Lachmöwe zeigt, wird von einer Hand in Gummihandschuhen gegen das Licht gehalten

Glasnegative stehen bis heute bei Sammler*innen und Fotografie-Liebhaber*innen hoch im Kurs. Kein Wunder, erinnern diese doch an die Anfänge der Fotografie, als ein Klick auf den Auslöser nicht reichte, um ein schönes Foto aufzunehmen.


weitere Informationen
nach oben