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Gender Matters – Geschlechtergerechtigkeit zählt!

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Geschlecht ist auf vielfältige Weise in unser Leben und unsere Gesellschaft eingewoben: Gender matters!
Doch es wird auch dazu benutzt, um auf verschiedene Art und Weise in der Gesellschaft Differenz, Ungleichheit, Hierarchien, Benachteiligungen und Unterdrückung zu schaffen. Das ist ungerecht. Das zu ändern und individuelles wie gesellschaftliches Leben zu gestalten, ist daher ein zentraler Aspekt von Gerechtigkeit - der Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit.

Geschlechtergerechtigkeit zählt! - als zentraler Wert einer gerechten Gesellschaft, als Kernelement der Sozialen Demokratie und als politisches Ziel der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Deutschland und weltweit. Mehr Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit als Ziel und Geschlechterpolitik als Weg.

 


Themen

Geschlechtergerechtigkeit zählt – was tun?

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Antidiskriminierung, Vielfalt, Zusammenhalt

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Feminismus International

Hier geht es zur internationalen geschlechterpolitischen Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. weiter

Internationaler Frauentag

Unter dem diesjährigen Slogan "Demokratie braucht Demokrat*innen – weltweit!" finden die FES-Aktivitäten zum Frauentag 2025 statt. weiter


Fokus

Frau, die in einer ländlichen Umgebung sitzt und Hausarbeiten verrichtet. Sie trägt ein pinkes T-Shirt und eine gemusterte Schürze. Im Hintergrund sind einfache Gebäude und Haushaltsgegenstände zu erkennen. Auf der linken Seite steht der Text "COP27 Klimagerechtigkeit und Gender".

COP27: Frauen und Klimagerechtigkeit in Afrika

Gender Weltweit | Klimawandel, Energie und Umwelt

Auf der COP27 fordern afrikanische Frauen Maßnahmen angesichts von Überschwemmungen und Dürren. Ihr Hauptkritikpunkt: Gelder kommen an der Basis nicht...


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Politisches Quartett

Das Politische Quartett. Neue gesellschaftspolitische Bücher in der Diskussion

Gender Weltweit | Kultur und Politik | Frieden und Sicherheit | Finanzen | Außen- und Sicherheitspolitik | Veranstaltung | Rückblick

Bei diesem Format diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medien und Kultur über aktuelle politische Bücher. Die Gespräche orientieren sich...


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Web-Seminar für Frauen | Konflikttraining

Gender | Web-Seminar

Im Umgang mit schwierigen Situationen ist nicht selten eine eigentümliche Logik zu beobachten: Wenn eine Methode nicht wirkt, verstärken manche...


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Web-Seminar für Frauen | Schwarzer Feminismus und Intersektionale Kämpfe

Gender | Gender und Vielfalt | Training/Seminar | Web-Seminar

Im Online Seminar befassen wir uns mit der Intersektionalität Schwarzer feministischer Kämpfe. Dafür werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, um...


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AUSGEBUCHT | Web-Seminar für Frauen | Die Selbstbestimmung des Geschlechts - Wie, warum, für wen?

Gender | Gender und Vielfalt | Training/Seminar | Web-Seminar

Die Debatte um das geplante Selbstbestimmungsgesetz schlägt derzeit hohe Wellen. Die Bundesregierung will trans*, inter* und nonbinären Menschen...


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Im Fokus

Gender Glossar

Wir haben 100 Begriffe gesammelt und verständlich erklärt, um Klarheit in den Dschungel der Begriffe, Ansätze und Fremdworte zu bringen. Das Glossar steht als frei zugängliches und kostenloses Nachschlagewerk online und als Broschüre zur Verfügung: Gender für zwischendurch, Gender to Go, Gender als Snack. weiter


Veranstaltungen

Donnerstag, 03.04.25 – Li-Li Kino Lübben, Lübben

Die Unbeugsamen - Guten Morgen, Ihr Schönen!

Nach seinem Dokumentarfilm-Hit DIE UNBEUGSAMEN über die Politikerinnen der Bonner Republik richtet Regisseur Torsten Körner seinen Blick nun auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs und zeichnet ein…


Mittwoch, 30.04.25 – Online

In fünf Fragen um die Welt - Spanien

Weitere Informationen folgen.


Dienstag, 20.05.25 – Bonn

Seminar für Gleichstellungsbeauftragte: Sprache und Macht

Auf den Punkt kommenDie Aufgaben von Gleichstellungsbeauftragten sind vielfältig und häufig nicht genau definiert. Nicht selten fühlen sie sich alleingelassen. Es fehlen das nötige Handwerkszeug und…


Publikationen

Arnold, Annika; Miljević, Marko; Kiesel, Vanessa

Die progressive Macht der Frauen

Eine geschlechterspezifische Analyse gesellschaftspolitischer Umfragedaten
Berlin, 2024

Zum Download (PDF) (3,7 MB PDF-File)


Zum Download (EPUB)


Peters, Eileen

Eine Frage des Geschlechts?

Arbeitsbedingungen aus der Perspektive von Männern und Frauen
Berlin, 2024

Zum Download (PDF) (720 KB, PDF-File)


Zum Download (EPUB)


Markurt, Clara

Intersektionaler Feminismus in der politischen Praxis - eine Vision

Berlin, 2024

Zum Download (PDF) (95 KB, PDF-File)



Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechterpolitik und Feminismus

Das Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Geschlechtergerechtigkeit ist die "Freiheit zu unterschiedlichen und nicht nach Geschlecht vorgezeichneten Seins- und Lebensweisen auf der Basis von Gleichheit und in der Verteilung von Ressourcen, Einflussmöglichkeiten und Wertschätzung". So heißt es in der FES-Publikation "Geschlechtergerechtigkeit - Ein Orientierungsrahmen für emanzipatorische Geschlechterpolitik" (Pimminger 2014: 53). An diesem Maßstab orientiert sich die geschlechter- und familienpolitische Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unsere Überzeugung ist: Ohne Geschlechtergerechtigkeit gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Noch viele weitere Argumente sprechen für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft.

Aktuelle Studien geben Auskunft über den Wunsch junger Frauen nach Geschlechtergerechtigkeit, um ihre  Lebensentwürfe umsetzen zu können. Was Frauen in aller Welt davon abhält, ist die Geschlechterungerechtigkeit. In Südosteuropa beispielsweise zeigt sich diese besonders beim Einkommen, auf dem Arbeitsmarkt, im Steuer- und Bildungsystem, kurzum: hinsichtlich der sozioökonomischen Situation von Frauen.

Der Weg: Geschlechterpolitik

"Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin", heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes. Im internationalen Kontext gibt es etwa mit der UN-Frauenrechtskonvention von 1979 (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) ein internationales Vertragswerk für die Durchsetzung von Gleichberechtigung, bezüglich dessen die Vertragsstaaten in regelmäßigen Abständen Bericht erstatten müssen.

Unter anderem aus diesen Grundsätzen ergeben sich verschiedene Aufgaben und Handlungsfelder für Geschlechterpolitik, die ganz unterschiedliche Maßnahmen umfasst. Sie ist ein eigenes Politikfeld, jedoch mit der Besonderheit, als Querschnittsaufgabe auch für alle anderen Politikfelder relevant zu sein. Das bedeutet einerseits: Alle Politikmachenden sind für Geschlechterpolitik zuständig. Andererseits gibt es eigenständige Akteur_innen für Geschlechterpolitik. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist der Königsweg einer verbindlichen, systematischen und umfassenden Querschnittspolitik.

Auch die Friedrich-Ebert-Stiftung macht Geschlechterpolitik: zum einen in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Inlands- und Auslandsarbeit, zum anderen stiftungsweit. Geschlechterpolitische Arbeit der FES zum Weiterlesen.

Dafür oder dagegen? Feminismus und Antifeminismus

Für oder gegen Gender und Vielfalt zu sein, wird immer mehr zur zentralen Chiffre für progressive (und feministische) Politik einerseits, oder konservativ-reaktionäre (und antifeministische) Politik andererseits. Den einen Feminismus gibt es nicht, sondern vielfältige Feminismen. Dabei gibt es einiges, was die Geschlechterpolitik hierzulande von Feministinnen aus dem Globalen Süden lernen kann.

Rechtspopulistische Positionen verfolgen dagegen eine rückwärtsgewandte und damit antifeministische Geschlechter- und Familienpolitik, die in Anti-Gender Campaigns oder unter dem Label des "Maskulismus" verbreitet werden.

FES-Publikationen zum Weiterlesen.

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